Pfeil und Bogen

Meine Liebe zum Pfeil ​und Bogen


Als ich noch klein Junge war, haben mich Pfeil & Bogen schon magisch angezogen. Mit einem Ast und einer Schnur, einigen Schösslingen als Pfeile, ging es auf die Jagd durch Wald und Flur. Selbst Forellen wollten wir erlegen, dazu banden wir unsere Pfeile an eine Schnur, die wir uns an der Hose befestigten. Wir berechneten den Winkel, um an die begehrten Fische zu gelangen. Natürlich fingen wir mit dem Bogen nie etwas, was unsere Unternehmungslust jedoch nicht weiter störte.


Später , als ich mit 8 Jahren mit meinen Eltern, vom Land in die Großstadt Marburg zogen, entdeckte ich auch die Freuden an Glasfiberbögen. Wobei die Marburger Burg unser Spielplatz war.


Bögen bauen und schießen ist ein schönes Hobby. Mit Pausen von mehren Jahren, haben sie mich immer wieder aufs Neue fasziniert. Mitte zwanzig fertigte ich meine ersten Bögen aus Eschenholzstielen, die eigentlich für Schaufeln gefertigt wurden und aus alten Holz ski. Damals wusste ich noch nichts über das Tillern und wie die Holzmaser im Bogen liegen musste, damit er ein Leben lang hält. So habe ich aus meinen Fehlern gelernt. 


Mitunter haben wir zu sechst mit solch einem selbst gebauten Bogen von mir geschossen. Das hat immer einen unglaublichen Spaß gemacht. Leider gingen diese Bögen dann irgendwann kaputt, so dass wieder viel Zeit ins Land ging, ehe ich meine ersten wirklich haltbaren und vor allem schnellen Bögen baute. Jetzt da ich weiß, wie man Bögen herstellt, geht es darum das geeignete Holz dafür zu finden. Das ist wieder eine Sache für sich, da ich das Holz nicht als Stave kaufe, sondern selbst aus dem Wald hole. 


Haselnuss gibt es hier reichlich, und auch Esche und Akazie und Ahorn. Da die Jahresringe jedoch nicht die erforderlichen Dicken aufweisen, arbeite ich mit diesen wenig vielversprechenden Hölzern. Es sind jedoch bisher feine Bögen daraus entstanden, so dass ich sagen kann, man kann zur Not auch Holz mit dünnen Jahresringen nehmen. Es erfordert nur ein wenig mehr Sorgfalt :-) 
Ein paar von den Bögen habe ich in die Galerie gestellt. Sie sind alle samt schon ordentlich im Gebrauch gewesen und daher ist der eine oder andere Bogen schon ein klein wenig aus dem Tiller. Wenn so ein Bogen erst einmal fertig ist, geölt und poliert, mag ich daran nicht mehr arbeiten, sondern ich genieße sie so wie sie sind.


Ich liebe heute noch genauso wie als kleiner Junge, die Pirsch durch den Wald. Wenn ich morgens um fünf Uhr auf die Jagd gehe und plötzlich nicht ich vor dem Reh stehe, sondern das Reh vor mir. Obwohl ich mich sehr achtsam und lauschend nach dem Wind richtend, durch den Wald bewegte. Es sind die Augenblicke, das eingetaucht sein in das Mysterium. Mit dem gespannten Bogen in der Hand, der ältesten noch immer im Gebrauch und nicht wegzudenkenden Waffe; die einen verführt nach innen zu schauen und zu fühlen, um dann einen Baumstumpf aus der Deckung als Ziel zu fixieren und seinen Pfeil auf den Weg zu schicken. Hat man dann noch getroffen, ist das Glück schon perfekt. Die Sinne sind erfüllt mit einzigartigen Empfindungen, wie aus einer anderen Welt. Dieses zu erleben ist glaube ich, nur mit Pfeil und Bogen möglich. 


Nun wünsche ich Euch noch viel Spaß auf den folgenden Seiten! 

Frank Vejvoda

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